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Wort(be)deutungen

Die Bedeutung des Wortes "Druide":
Die älteste Definition dieses Wortes wird uns von Plinius überliefert, bei dem sie auf einer analogischen Etymologie basiert: " Die Druiden - so nennen sie ihre Magier - halten nichts für heiliger als die Mistel und den Baum, auf dem sie wächst, wenn es nur eine Eiche ist. Sie wählen an sich schon die Eichenhaine und verrichten kein Opfer ohne das Laub dieses Baumes, so daß sie ihren Namen "Druiden" nach einem griechischen Wort (drys: "Eiche") erhalten haben könnten." Diese etymologische These, die auf dem griechischen druz (drus) beruht, erfuhr zahlreiche, gelehrte Bestätigungen. Sie beruht auf der wichtigen Rolle, die die Eiche in den gallischen Riten spielte, doch ist sie problematisch, was durch das lange Zögern der Linguisten nicht besser wurde. Es soll hier keinesfalls darum gehen, Plinius lächerlich zu machen (viele moderne Forscher kamen zu keinen besseren Schlüssen als er), doch mag es wundernehmen, daß die gesamten wissenschaftlichen Forschungen durch ein altmodisches und überholtes etymologisches Verfahren verzerrt wurden. Auch die manchmal aufgestellte Hypothese, der Name der Druiden könne von einem Spitznamen kommen, den ihnen die Griechen verliehen hätten, folgt aus der Erklärung Plinius' und ermangelt jeglicher Grundlage." Wir erwähnen all dies deshalb, da in dieser Hinsicht nichts vernachlässigt werden sollte, vor allem nicht ein Irrtum, der sich seit über zwanzig Jahrhunderten hinzieht. Im Gegensatz zu Camille Jullian sind wir der Ansicht, daß die Etymologie auf der Suche nach den wahren Hintergründen, besonders in religiösen Angelegenheiten in jedem Fall von großer Bedeutung ist. Die Iren, die im V. Jahrhundert evangelium mit soscela, "gute Neuigkeit" übersetzten, hatten sich nicht getäuscht. Würden wir uns mit der jüngsten Bedeutung des Wortes Druide zufriedengeben, so stießen wir auf das neuirische draoi "Hexer", das walisische dryw "Zaunkönig" und schließlich auf das bretonische drei, "freudig." Das führt uns zu keinem Ergebnis, da es sich bei den druides Cäsars und den druid des mythischen Irlands um völlig andere Vorstellungen handelt. Auch die Gleichung flamen-brahman ist kein Beweis für die Verwandtschaft der beiden, römischen bzw. vedischen Priesterämter, doch zeugt sie von einem uralten lexikalischen Bezug, der nicht vernachlässigt werden sollte, der aber andererseits auch keine strukturelle Gleichheit bedeuten muß. Allein die Liste indoeuropäischer Übereinstimmungen ist zweifelsohne ein Zeichen." Doch ist die Etymologie des Wortes «Druide», so wie es im keltischen Glaubenssystem gebraucht wird, wesentlich interessanter als ein isolierter Vergleich. Leider haben wir es beim Keltischen mit einem der wenigen linguistischen Bereiche zu tun, in dem die Forscher - und mehr noch die Amateure - Etymologien studierten oder vorschlugen, ohne eine einzige keltische Sprache zu kennen. Aus diesem beklagenswerten Grund können zwangsläufig auch die besten Beweise nicht als solche verstanden werden.

Definitionen und Unterscheidungen: Druiden, Vaten und Barden:
Wir stellten eingangs fest, daß Diodor von Sizilien und Strabo von internen Unterteilungen im Priesteramt berichten, während Cäsar, der das unabhängige Gallien persönlich kannte, dieses nur von zwei anderen Gesellschaftsschichten, den equites ("Rittern") und der plebs ("niederes Volk") unterscheidet.`
Wir fühlen uns wesentlich wohler in Irland, wo wir allerlei Hinweise über Aufgabenbereiche und Rangordnung finden, auch wenn die meisten dieser Informationen einen bestimmten Zweig der Priesterklasse betreffen, und zwar die Filid oder "Poeten", da den Barden ein niedrigerer Rang zukommt. Alles klärt sich, wenn wir diese Abweichung verstanden haben." Wir möchten mit einem Text beginnen, in dem die hauptsächlichen in Irland bekannten Aufgabenbereiche aufgezählt werden. Es handelt sich um eine Stelle in der großen mythologischen Erzählung des Cath Maighe Tuireadh oder "Die Schlacht von Mag Tured", in der die Ankunft des Gottes Lug in Tara geschildert wird. Nur diejenigen, die eine geistige oder handwerkliche Kunst verstehen, sind zugelassen. Da schon alle Künste vertreten sind, gelangt Lug nur in die Stadt, da er sie alle selbst beherrscht. Die Aufzählung ist bemerkenswert: "[...] Damals gab es in Tara zwei Pförtner. Gamal, der Sohn Figals und Camall, der Sohn Riagalls. Einer der beiden war auf seinem Posten, als er eine außerordentliche Truppe auf sich zukommen sah, vor der einjunger, schöner Krieger ging, der lieblich anzusehen war und die Rüstung eines Königs trug. Er sagte dem Wächter, er solle seine Ankunft in der Stadt melden.
Der Pförtner antwortete: "Wer bist du?"
"Es ist Lug Lonnansclech, Sohn des Cian, Sohn des Diancecht und der Eithne, der Tochter Balors. Er ist Adoptivsohn der Tallan, der Tochter Magmors, des spanischen Königs und von Eochaid dem Rauhen, dem Sohn Duachs."
Der Pförtner fragte Samil danach: "Welche Kunst übst du aus? Denn niemand kommt nach Tara, ohne eine Kunst zu verstehen."
"Befrage mich", sprach jener, "ich bin Zimmermann." DerPförtner antwortete: "Daran haben wir keinen Bedarf. Wir haben bereits einen Zimmermann, Luchtai, den Sohn Luachaids."
Er erwiderte: "Befrage mich, o Pförtner, ich bin Schmied." Der Pförtner antwortete: "Wir haben bereits einen Schmied, Colum Cualeinech, der drei neue Verfahren kennt."
Er sprach: "Befrage mich, ich bin Kampfessieger." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits einen Kampfessieger, Ogme, den Sohn Eithlius."
Er sagte erneut: "Befrage mich, ich bin Harfenist." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits einen Harfenisten, Abhcan, den Sohn des Bicelmos, den die Menschen der drei Götter im side gewählt haben."
Er erwiderte: "Befrage mich, ich bin ein Held." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits einen Helden, Bresal Echarlam, den Sohn des Eochaid Baethlam."
Also sprach er: "Befrage mich, o Pförtner, ich bin Dichter und Geschichtsschreiber." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits einen Dichter und Geschichtsschreiber, En, den Sohn Ethamans."
Er erwiderte: "Befrage mich, ich bin Hexer." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits Hexer: zahlreich sind die Weisen und die Menschen, die über besondere Kräfte verfügen."
Er sagte: "Befrage mich, ich bin Arzt." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits den Arzt Dianecht."
Er erwiderte: "Befrage mich, ich bin Mundschenk." Der Pförtner antwortete: "Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits Mundschenke, Delt, Drucht und Daithe, Tae, Talom und Trog, Glei, Glan und Glesi."
Er erwiderte: "Befrage mich, ich bin ein guter Handwerker." Der Pförtner antwortete: Wir brauchen dich nicht. Wir haben bereits einen Handwerker, Credne Cerd."
Nun sprach er abermals: "Frage den König, ob er einen einzigen Mann hat, der alle diese Künste beherrscht, und ich will nicht in Tara einziehen, sollte das der Fall
sein." Doch da keiner all diese Künste zugleich versteht, betritt Lug Tara, und nachdem er zwei weitere Proben bestanden hat (das Schach, bei dem er alle Partien gewinnt, und die Harfe auf der er die drei verschiedenen Arten spielt, Traurigkeit, Schlaf und Lächeln), nimmt er auf dem Sitz der Weisen Platz, während König Nuada dreizehn Tage vor ihm stehen muß. Durch diese Aufzählung sehen wir trotz des Durcheinanders und einiger Lücken, daß die Iren zahlreiche "Künstler" kannten, die folgendermaßen in den indoeuropäischen Aufgabenkanon unterteilt werden:
Handwerker für Holz- und Metallarbeiten: - Bronzeschmied
- Zimmermann - Schmied
- Krieger mit fast synonymen Bezeichnungen:
- Held
- Kampfessieger
- Druiden in der allgemeinen Bedeutung der Mitglieder der Priesterklasse:
- Harfenist
- Poet
- Geschichtsschreiber - Hexer (Satirist) - Arzt
- Mundschenk
Diese Liste der priesterlichen Aufgaben ist jedoch unvollständig: es fehlen hier drei grundlegende Spezialisierungen: der Erzähler, der Richter, und der Wahrsager. Auch der Pförtner fehlt, der in allen Erzählungen eine respektierte Person ist. Andererseits trifft die überlieferte Übersetzung "Hexer" für den corrguinech ("verletzende Spitze") kaum zu, der vielmehr einen satirischen Dichter darstellt. Doch ist das nebensächlich, solange es_ die Liste gibt. Lug verkörpert also die Fähigkeiten und Aufgaben der drei Klassen, wobei die der Priester sicher die breitgefächertste ist. Lug ist also zugleich, wie könnte man es anders erwarten, Druide, Krieger und Handwerker. Doch ist es auch klar, daß er eher die Rolle des Druiden und Kriegers als die des Handwerkers erfüllt."

Quelle:Die Druiden /Fracoise Le Roux und Christian-J. Guyonvarc`h/Arun-Verlag/ISBN: 3-927940-34-8


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