( ATLASZEDER, CEDRUS
ATLANTICA )
BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK
Die Zeder hat einfach eine majestätische Gestalt. Sie
wächst rasch und wird riesengroß. Es war das wohl wichtigste Holz im Altertum.
Zedern sind auf ein eher mildes Klima angewiesen, aber sie können sich auch
anpassen und durchsetzen. In jedem Fall ist sie ein Baum, der
beeindruckt.
ERSCHEINUNGSBILD
Sehr breit und ausladend ist die Zeder, ein immergrüner
Nadelbaum, der ausgewachsen etwa 40 Meter hoch ist. Sie hat die Form eines
Kegels, aber eine stumpfe Spitze. Die ausladenden Äste streben trotz ihres
offensichtlichen Gewichts schräg aufwärts. Die tief graubraune Rinde der Zeder
sieht aus, als sei sie voller Risse und Furchen. Die Blütezeit dieses
Nadelbaumes - und das ist einzigartig - liegt im September. Alle Blüten sind
zylindrisch geformt, wobei die weiblichen Zapfen zur Reifezeit breite Schuppen
tragen.
STANDORT /
VORKOMMEN
Die Atlaszeder hat ihren Ursprung - wie der Name schon
verrät - in den bewaldeten Regionen des Atlasgebirges in Marokko und Algerien.
In ihren vielen Varianten wird sie jedoch auch an unzähligen anderen Standorten
gepflanzt. Besonders beliebt ist beispielsweise die Libanonzeder (Cedrus
1ibani), die im Libanon, der Türkei und in Syrien beheimatet ist. Allerdings
kommt sie inzwischen auch in ganz Südeuropa vor, in wintermilden Lagen sogar in
Mitteleuropa. Als Zierbaum in mildem Klima gedeiht auch die schlanke
Himalajazeder in manchem Garten. Nur die Zypernzeder ist auf ein ganz kleines
Verbreitungsgebiet beschränkt: das Troodusgebirge auf Zypern.
BESONDERHEITEN
Allen diesen Zedern ist gemeinsam, dass sie erst im Herbst
blühen - im Gegensatz zu sämtlichen anderen Nadelhölzern. Das Zedernholz ist
beliebt für Möbel- und Schiffsbau und das seit dem Altertum. Selbst im Alten
Testament Buch der Könige) wird der rege Handel mit Zedernholz erwähnt. Im
Volksglauben soll gekautes Zedernharz Selbstvertrauen verleihen.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG
Für die Kelten war die
Zeder der Baum der Erleuchteten. In Truhen aus Zedernholz bewahrten sie ihre
kulturellen Schätze auf. Dieser Baum war ihnen ein Symbol für Größe und Führung
in einem positiven Sinn.
DIE
ZEDER-GEBORENEN
( 14. BIS 23.
AUGUST
UND 9. BIS 18. FEBRUAR
)
KURZCHARAKTERISTIK: Majestätisch, positiv, tatkräftig, konfrontationsliebend,
erfolgreich. IHR MOTTO: Immer vorn mit dabei!
IHRE
STÄRKEN
Sie setzen Zeichen und schaffen Großes. Zedern sind echte
Persönlichkeiten und geborene Führungskräfte. Sie meistern das Leben, strotzen
vor Optimismus und Selbstvertrauen, erreichen große Ziele und lieben starke
sinnliche Reize.
Zeder-Geborene sind natürliche Größen auf ihrem Gebiet,
majestätisch, kämpferisch, offen und frontal. Ihre Grundregel: Ich will vom
Guten nur das Beste. Ihr Charakter und ihre Persönlichkeit sind einfach
imponierend. Und es wundert niemand, dass sie, wo immer sie auftauchen, den Ton
angeben. Sie stehen einfach im Mittelpunkt und sind von vornherein auf der
Sonnenseite des Lebens. Zudem verfügen sie über einen ausgesprochen guten
Geschmack. Ihr Sinn für schöne Formen und ein sicheres Stilempfinden machen sie
zu Künstlern oder zumindest zu Kunstkennern und –freunden.
IHRE
SCHWÄCHEN
Zeder-Geborene glauben, unantastbare Autoritäten zu sein.
Dabei übergehen sie andere einfach. Widerspruch nehmen sie erst gar nicht wahr.
Wagt es jemand doch, sie offen zu kritisieren, dann läuft er ins offene Messer.
Jede Kritik bedeutet eine Bedrohung des großen Selbstwertgefühls der
Zeder-Menschen - und kommt einer Majestätsbeleidigung gleich. Selbstkritik - was
ist das? Zeder-Geborene sind maßlos, haben einen immensen (auch erotischen)
Lebenshunger und neigen zu Ausschweifungen.
ZEDER-GEBORENE UND DIE
LIEBE
Die stattlichen Erscheinungen dieses Baumzeichens wollen
schlicht und ergreifend angebetet werden. Am liebsten ist es ihnen, wenn sie die
unumstrittene Nummer eins sind. Zwar reizen sie auf der anderen Seite gerade
selbstbewusste, unabhängige Partner, aber das ist meist nur die Lust aufs
Erobern. Auf Dauer bringt sie eine andere Meinung, Widerspruch und eine
selbstbestimmte Lebensführung des Partners zur Raserei. Sie brauchen im Grunde
einen Gefährten, der sich beschützen lassen will.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Herz, Kreislauf, Rückgrat, Gefäße, Muskeln,
Augen
HEILKRÄUTER DER
ZEDER
Wilder Wein, Wacholder, Lorbeer, Rosmarin, Pimpernell,
Johanniskraut, Kamille
DARAUF SOLLTEN ZEDER-PERSÖNLICHKEITEN
ACHTEN
Im Regelfall haben Zedern natürlich keine Probleme - warum
auch? Das Leben hat sich gefälligst nach ihnen zu richten, denn sie wissen
schließlich, was Sache ist. Auch die Kelten betrachteten die zu dieser
speziellen Zeit Geborenen als bewundernswerte, unantastbare Lichtgestalten. Dem
ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht ... und damit fängt das
Dilemma an! Denn wenn etwas gegen die Natur der Zedern geht, dann ist es, wenn
sie zu zweifeln anfangen. Besiege den Zweifel - oder du musst dich mit ihm
herumschlagen!
Sicher, es kommt selten genug vor. Aber wenn wir einmal
einen genaueren Blick auf die Botanik dieses Baumes werfen, dann erkennen wir
schnell, dass diese tollen Helden ein mildes Klima und eine ihnen wohlgesonnene
Umgebung brauchen. Doch in unseren modernen, "coolen" Zeiten kennt man ja so
etwas wie Respekt kaum mehr. Und das macht Zedern schwer zu schaffen. Denn einen
Mittelweg finden sie kaum. Entweder sie sind wer (und zwar der bzw. die Größte)
oder sie werden schwer in Frage gestellt. Und dann leiden sie - mehr als nötig.
Denn im Zweifelsfall sind sie keinesfalls seelisch robust, auch wenn sie sich so
geben. Deshalb sollte man jungen Zedern schon beizeiten beibringen, dass die
Zeit der Könige und Kaiser endgültig vorbei ist. Viel besser ist da schon eine
natürliche Autorität, aber die will erarbeitet sein, sie fliegt einem nicht zu.
Doch die guten Anlagen sind ja vorhanden.
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Zeder.
Quelle: Das
Horoskop der Druiden, Carla Ludwig, ISBN 3-635-60335-X
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