( ULMUS LAEVIS
)
BOTANIS(HE
CHARAKTERISTIK
Ulmen sind meistens mächtige Baum-Persönlichkeiten, aber
sie nehmen anderen Pflanzen nicht das Licht. Sie haben einen wunderschönen,
regelmäßigen Astbau und bilden niemals Wälder, sondern lichte Haine. Doch seit
den zwanziger Jahren - nach einer Entwicklungszeit von Jahrtausenden - steht es
schlecht um die Ulmen: Sie sind heute vom Aussterben bedroht. Ihr Hauptfeind ist
der Mensch, der das Regenwasser in Kanalsysteme zwängt und in die Flüsse
ableitet und so für das radikale Absinken des Grundwasserspiegels verantwortlich
ist.
Bei den Ulmen scheint es, als ob sie zweimal grünen. Die
Blüten im März sehen wie junge Blätter aus, machen aber erst Ende April den
richtigen Blättern Platz.
ERSCHEINUNGSBILD
Die Ulme, ein sommergrüner Laubbaum, wird an die 30 Meter
hoch. Dabei wirkt ihre Krone sehr licht. Mit etwas gutem Willen könnte man ihre
eher offene Form als rund bezeichnen. Die unteren Äste sind sehr kurz und
wachsen waagerecht vom Stamm weg, mit zunehmender Höhe richten sie sich immer
mehr himmelwärts. Die Rinde der Ulme ist graubraun gefärbt und zeigt ein breites
Leinenmuster. Das Alter hinterlässt jedoch nach und nach tiefe Furchen. Bereits
im März steht die Ulme in voller Blüte. In Büscheln hängen dann die Blüten an
langen Stielen. Die Früchte, die daraus hervorgehen, sehen aus wie längliche
Blättchen, in deren Mitte der Samen sitzt. Die Ulmenblätter sind eher rund,
allerdings mit einer deutlichen Spitze versehen. Der Blattrand ist doppelt
gezähnt, die Oberseite dunkelgrün gefärbt, während sich die Unterseite behaart
und hellgrün zeigt. Die Blattstiele sind auffallend kurz.
STANDORT
Bevorzugt schlägt dieses Gewächs auf sommerwarmem Lehm-
oder Sandboden Wurzeln und das vor allem in Auwäldern.
VORKOMMEN
Die Ulme kommt überall in Europa vor, doch macht sie sich
insgesamt rar. Nur vereinzelt findet man sie im Freistand, häufiger jedoch in
kleinen lichten Gruppen. Wird sie angepflanzt, so gedeiht sie hauptsächlich in
Alleen und an Straßenrändern.
BESONDERHEITEN
Nicht genug damit, dass die Ulme von Natur aus eher selten
vorkommt und diese wenigen Exemplare auch noch von der Zivilisation bedroht
werden. Eine Krankheit rottet diesen Baum zudem immer mehr aus: die Ulmenpest,
eine Pilzinfektion unbekannten Ursprungs. In den Niederlanden wurden die ersten
kranken Bäume entdeckt, dann griff der Erreger, der von zwei Borkenkäfer-Arten
übertragen wird, schnell auf andere europäische Länder über. Noch konnte dieser
Pilz nicht unter Kontrolle gebracht werden, zwar sterben Erreger und Käfer durch
Gift, allerdings wird dabei auch die Umwelt auf Dauer stark belastet. Ulmenholz
(auch Rüsterholz genannt ist schwer zu spalten und zu bearbeiten, kann
andererseits aber leicht gebogen werden. Deswegen kam es vor dem Ulmensterben
vor allem für die Herstellung von Sitzmöbeln mit gebogenen Details zum
Einsatz.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG
Für die Kelten war die Ulme ein Symbol der guten Gesinnung,
weil Ulmen anderen Pflanzen kein Licht rauben. Die Ulme ist auf maßvollen,
gerechten Ausgleich und auf eine sinnvolle Lebensgrundlage für alle bedacht.
Aber sie war den Kelten auch ein Zeichen für altruistische Individualität und
die schöpferische Kraft, die aus dieser edlen Geisteshaltung
erwächst.
DIE
ULME-GEBORENEN
( 15. BIS 25. JULI UND 12. BIS 24. JANUAR
)
KURZCHARAKTERISTIK:
Gerecht, fair, tolerant, großmütig, hilfsbereit,
individualistisch. IHR MOTTO: Leben und leben lassen!
IHRE
STÄRKEN
Lebensfreude, Lebensbejahung und Optimismus bestimmen den
Charakter der Ulme-Geborenen. Doch dabei haben sie kein dominierendes,
egoistisches Wesen, sondern sind ganz im Gegenteil die Altruisten in Person.
Meist kommen auch großer Charme und eine auffallend positive Ausstrahlung hinzu.
Ihr Markenzeichen ist die Toleranz. Sie wollen eine freie Welt mit viel Stil und
übernehmen dafür tatkräftig die Verantwortung. Nicht die Zukunft bestimmt den
Sinn ihres Lebens - sondern vor allem in der Gegenwart möchten sie das Gute
schaffen. Dafür brauchen sie Anerkennung, ja Bewunderung - dann sind sie
großzügig, herzlich, amüsant und auch in der Liebe eine Offenbarung.
IHRE
SCHWÄCHEN
Ihr sicherlich größtes Problem tritt dann zu Tage, wenn sie
sich ständig beweisen müssen: Ulmen sind keine großen Kämpfer, das widerspricht
ihrer Natur. Und genauso erwarten sie von ihrer Umwelt, dass sie sie nicht
ungerechtfertigt oder sinnlos angreift. Geschieht das doch, reagieren sie völlig
perplex. Mit einem derart niedrigen Niveau können sie überhaupt nichts anfangen,
aber sich leider auch nicht sonderlich gut dagegen wehren. Als Schutzmaßnahme
behandelt die Ulme daher ihre Umwelt eher arrogant - was ihr aber nur erneute
Anfeindungen einbringt. Alles, was ein tolerantes Miteinander in Frage stellt,
erlebt der Ulme-Mensch als existenzielle Bedrohung. Eine weitere Ursache für
Schwierigkeiten ist seine ausgeprägte Hilfsbereitschaft sowie echtes Mitgefühl,
das einen starken Motor für seine altruistische Lebenshaltung darstellt.
Mitunter haben Ulme-Geborene zudem einen verhängnisvollen Hang zu einem
selbstzerstörerischen Spiel mit dem Feuer.
ULME-GEBORENE UND DIE
LIEBE
Die Ulme und die Liebe - das ist eine fruchtbare
Verbindung. Liebe und Vertrauen sind für sie der Anfang alles Guten. Sie
bewundern Großherzigkeit und besitzen sie selbst über alle Maßen. Wer ihre
großen Gefühle erwidert, hat einen verlässlichen Partner fürs Leben gefunden.
Wenn Ulme-Menschen auch noch das Gefühl haben, wegen ihrer uneigennützigen Art
geliebt zu werden, fressen sie einem aus der Hand und übernehmen die
schwierigsten Aufgaben. Dann sind sie einfach liebenswert - und so vollkommen,
wie ein Mensch es sein kann.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Herz, Blutdruck, Augen, Drüsen
HEILKRÄUTER DER
ULME
Rosmarin, Lorbeer, Wacholder, Pimpernell, Kamille,
Johanniskraut
DAS SOLLTEN ULME-GEBORENE
BEACHTEN
Opfer sind manchmal nötig, sollten aber nicht zum
Selbstzweck werden. Nicht jede Ulme muss ein Albert Schweitzer sein. Das würde
der Welt nicht helfen - sondern nur die Ulmen zu Grunde richten. Es ist nicht
gut, ein Leben lang mehr zu geben als zu nehmen. Auf ein einigermaßen
ausgeglichenes Verhältnis zwischen diesen beiden Polen sollten Ulmen ganz
besonders achten, sonst machen sie sich garantiert das Leben schwer. Die
wesentliche Lernaufgabe der Menschen dieses Baumtyps ist der wehrhafte Umgang
mit Mitmenschen, die versuchen sie auszunutzen. Ulmen haben eigentlich
Persönlichkeit genug dem entgegenzutreten. Und sie müssen sich auch immer wieder
vor Augen führen, dass es nicht immer lohnend und angebracht ist, anderen zu
helfen oder den Vortritt zu lassen. In der heutigen Zeit wird man schnell als
Illusionist abgestempelt, wenn man auch an das Wohlergehen anderer Menschen
denkt und nicht immer nur an sich selbst. Von gefühlskalten Egoisten wird dieses
Verhalten auch allzu oft als pure Dummheit missverstanden.
Es gibt einem schon zu denken, wenn man erfährt, dass der
Baum der Altruisten heutzutage von einer rätselhaften Krankheit heimgesucht wird
und zudem vom Aussterben bedroht ist, weil gewinnsüchtige Bauunternehmen den
Grundwasserspiegel verantwortungslos immer mehr absenken. Ulmen dürfen sich das
aber einfach nicht gefallen lassen; sie müssen sich wehren - auch wenn ihnen das
noch so sehr gegen den Strich geht.
Suchen Sie hier unsere Produkte zur
Ulme.
Quelle: Das
Horoskop der Druiden, Carla Ludwig, ISBN
3-635-60335-X
|