( HAINBUCHE, CARPINUS
BETULUS )
BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK
Das Holz der Hagebuche ("Eisenholz") ist das härteste
europäische Nutzholz. Die Hagebuche ist kein besonders auffälliger Baum und sie
stellt auch keine großen Ansprüche. Es kommt sogar vor, dass die Hagebuche aus
einem jahrhundertealten Baumstumpf wieder neu ausschlägt.
ERSCHEINUNGSBILD
Die Hagebuche gehört zu den wichtigen Laubbäumen und im
Freistand fällt ihre schöne, etwas unregelmäßige Krone auf. Die als Hainbuche
bekanntere Pflanze kann bis zu 20 Meter hoch werden; nur in seltenen Fällen ist
der Stamm dieses Baumes im Querschnitt kreisrund, meist zeigt er sich oval und
verdreht sich von Jahr zu Jahr ein Stückchen mehr. Schon in geringer Höhe teilen
sich aufrecht wachsende Äste ab, die sehr stark und geschwungen sind. Die Rinde
der Hagebuche ist in jedem Lebensabschnitt grau - mal heller, mal dunkler.
Allerdings prägt sich in die glatte Oberfläche mit den Jahren immer mehr ein
Netzmuster ein. Die bis zu zehn Zentimeter langen Blätter sind eiförmig, mit
einer deutlich ausgeprägten Spitze, scharf doppelt gezähnt und glänzen in
frischem oder dunklem Grün. Im Herbst nehmen sie einen kräftig gelben Farbton
an, der manchmal auch in einen hellen Braunton übergeht. Die Blütezeit der
Hagebuche liegt entsprechend der jeweiligen Wetterverhältnisse im Zeitraum
zwischen April und Mai. Dabei gibt es bis zu fünf Zentimeter lange männliche
Kätzchen; die weiblichen Blüten schließen zur Fruchtzeit in bleichgrünen
Blättern kleine Nüsse ein.
STANDORT
Von der Ebene bis in 1300 Meter Höhe wächst die Hagebuche
ohne Probleme. Meist ist sie in krautreichen Laubwäldern anzutreffen. Dieser
Waldbaum mag nährstoff- und humusreiche Böden.
VORKOMMEN
Das Verbreitungsgebiet der Hagebuche ist enorm groß. Es
erstreckt sich von Nordspanien bis Südskandinavien, vom Atlantik im Westen bis
zur Türkei im Osten. Oft wird sie in Hecken gepflanzt.
BESONDERHEITEN
Als Heckenpflanze dient die Hagebuche auch im Winter als
Sichtschutz, denn in aller Regel bleiben die Blätter bis zum Frühjahr hängen.
Die Samen der Hagebuche können dann bis zu einem Kilometer weit fliegen. Das
harte Holz dieses Baumes wurde bevorzugt für Nockenwellen, Kamm- und Zahnräder
in Mühlen verwendet. Noch heute entstehen Schäfte aus dem
Hainbuchenholz.
DIE KELTISCHE DEUTUNG
Bereits den Kelten diente die Hagebuche über Jahrtausende hinweg
als unübertreffliche Heckenpflanze. Eng aneinander gepflanzt ersetzte sie ihnen
manchmal sogar Festungsmauern - so hart ist ihr Holz. Und wie im
Niederbayerischen, wo der Begriff des "Hagebuchenen" für einen besonders
bodenständigen und widerstandsfähigen Naturmenschen gebraucht wird, sahen auch
die Kelten in der Hagebuche ein Symbol für Zuverlässigkeit, Disziplin und Härte
in einem positiven Sinne.
DIE
HAGEBUCHE-GEBORENEN
( 4. BIS 13. JUNI UND 2. BIS 11. DEZEMBER
)
KURZCHARAKTERISTIK:
Diszipliniert, widerstandsfähig, energisch, gerecht, fleißig,
zuverlässig. IHR MOTTO: Mich wirft nichts um!
IHRE
STÄRKEN
Menschen, die im Zeichen der Hagebuche geboren wurden, sind
pragmatische Realisten und streben nach einer verlässlichen, natürlichen
Ordnung. Bei allen naturverbundenen Völkern symbolisiert die Hagebuche
Standfestigkeit, Pflichtbewusstsein, Selbstdisziplin, Fleiß und enorme
Leistungen. Die Hagebuche-Geborenen legen sich ganz klar fest, setzen sich hohe,
aber erreichbare Ziele und handeln lieber statt zu reden. Und sie verfügen über
eine Zähigkeit, die ihresgleichen sucht. Ein Grundkonsens, eine von allen
Mitgliedern akzeptierte Basis einer Gemeinschaft - fast immer nach dem Vorbild
der Natur - ist für sie lebensnotwendig. Ist dieser gemeinsame Nenner gefunden,
trotzen sie mit enormer Kraft allen Schwierigkeiten.
IHRE
SCHWÄCHEN
Hagebuche-Geborene verlangen die Unterordnung des
Individuums unter die Naturgegebenheiten mit gleicher Härte von anderen wie von
sich selbst. Überschäumende Lebenslust, den puren Spaß an der Freud können sie
nur schwer nachvollziehen. Mit Liebe und vor allem mit Leidenschaft und
ungezügelter Erotik tun sie sich ebenfalls hart. Übertreiben sie ihre nüchterne
Linie, können sie engstirnig, mürrisch, launisch und unerbittlich werden. Gegen
mangelnde Disziplin und Unzuverlässigkeit gehen Hagebuche-Menschen mit
unnachgiebiger Strenge vor. Und Vorsicht: Greift man sie oder ihre Maßstäbe an,
reagieren sie prompt und äußerst wehrhaft. Mit dieser Grundhaltung kommt es auch
öfters vor, dass sich diese Menschen schlicht überfordern.
HAGEBUCHE-GEBORENE UND DIE LIEBE
Die Liebe ist für diese Menschen eine natürliche Sache -
nur nichts zerreden, nichts fordern, sonst wehrt sich dieser in allen
existenziellen Fragen sehr eigensinnige, ja dickköpfige Mensch mit großer
Wahrscheinlichkeit. Natur und Sexualität sind keine Gegensätze!
Im Grunde haben Hagebuchen nichts anderes als das Wohl der
Gemeinschaft oder Partnerschaft im Sinn. Sie können sehr liebevoll und
beschützend sein, brauchen aber Partner mit viel diplomatischem Geschick, einem
gutmütigen Wesen und einem möglichst unendlich langen Atem. Denn sonst werden
diese von der natürlichen Dominanz der Hagebuche über kurz oder lang einfach
erdrückt.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Stirnhöhlen, Nacken, Gefäße, Knochen, Magen, Muskeln,
Knie
HEILKRÄUTER DER HAGEBUCHE
Kresse, Kamille, Melisse, Johanniskraut, Holunder,
Leinsaat, Bilsenkraut, Wegerich, Springkraut, Raute
DAS SOLLTEN HAGEBUCHE-GEBORENE
BEACHTEN
Die natürliche Härte dieses Baumzeichens darf nicht mit
Gefühlsarmut verwechselt werden. Der Spitzname "Eisenholz" steht vielmehr für
unglaubliche Widerstandskraft, für (auch seelische) Robustheit und für eine
nicht zu unterschätzende Kampfbereitschaft.
Baum und Mensch dieses Zeichens begnügen sich wie kein
anderes mit den Gegebenheiten, die sie vorfinden. Bloßes Anspruchsdenken ist
ihnen fremd und sie lassen sich nicht so leicht unterkriegen. Schwierigkeiten
und Rückschläge sind noch lange kein Grund zu verzagen, wenn es dahinter einen
Sinn, eine Ordnung gibt - oder eine Familie, für die sie da sein und der sie
Halt geben können. Auf diese Menschen ist gerade auch in schlechten Zeiten
absolut Verlass. Die Kapitulation kennen sie praktisch nicht. Es kommt
tatsächlich selten vor, dass dieses Baumzeichen etwas aus der Bahn wirft - zu
groß ist die physische und psychische Widerstandskraft. Wenn der
Hagebuche-Geborene aber tatsächlich leidet, dann hat es immer mit dem Mangel an
Natürlichkeit in seiner Umgebung zu tun. Die modernen Errungenschaften und
Annehmlichkeiten sind ihnen beispielsweise ein Gräuel und da die Natur leider
immer mehr zurückgedrängt wird, gerät gerade dieses Baumzeichen immer öfter in
einen existenziellen Konflikt. Ein Leben ohne Bezug zu der in unseren Genen
verwurzelten Natürlichkeit kann er auf Dauer nicht vertragen.
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Quelle: Das Horoskop der Druiden,
Carla Ludwig, ISBN 3-635-60335-X
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