(S A L I
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BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK Die Weide ist der beliebteste Zierbaum in Parklandschaften und
steht fast immer an Seen und Flussläufen. Weiden gibt es in vielen Strauch- und
Baumarten, die allesamt blitzschnell wachsen. Gemeinsam ist ihnen außer dem,
dass sie ihre Zweige dem Wasser entgegenstrecken. Sie tun das, um das vom Wasser
reflektierte Licht einzufangen. Da sie ein dichtes Wurzelwerk haben, werden sie
oft auch als natürliche Befestigung von Böschungen gepflanzt. Ihre Zweige und
jungen Äste sind geschmeidig und biegsam und eignen sich hervorragend zum
Flechten von Körben etc.
ERSCHEINUNGSBILD Eigentlich zählen die
Weidengewächse zu den Sträuchern. Allerdings haben sich daraus stattliche
sommergrüne Laubbäume entwickelt, die bis zu 25 Meter hoch werden können. Von
einem oft geneigten Stamm stehen die Äste und Zweige meist strahlenförmig ab;
die Krone ist rundlich, aber hoch gewölbt. Die Rinde des Weidenbaums ist
dunkelbraun oder graubraun und ziemlich glatt. Als Kulturform verschiedener
Arten kommt besonders oft die Trauerweide vor, deren Äste extrem nach unten
hängen. Die Blütezeit der Weide liegt sehr früh im Jahr - bereits im März können
die zweihäusigen Blüten austreiben. Die Frucht ist eine Kapsel, die von zwei
Klappen gebildet wird. Besonders auffällig an der Weide sind ihre behaarten
Samen. Die zunächst leuchtend grünen, später dunkleren Blätter sind
lanzenförmig.
STANDORTVORKOMMEN Bis zu 30 Weidenarten (die
vielfältigen Mischformen nicht mitgezählt) sind in Mitteleuropa heimisch. Sie
stellen keine großen Ansprüche an den Boden, allerdings haben die einzelnen
Arten ihre Vorlieben. So findet man die Korbweide (Salix viminalis) mit ihren
biegsamen Zweigen, aus denen bevorzugt Weidenkörbe geflochten werden, vor allem
auf sehr nassen Böden, zum Beispiel in Auenwäldern. Eher an Waldrändern, auf
Lichtungen und an Flüssen gedeiht eine ihrer beliebtesten Formen: die Sal- oder
Palmweide (Salix caprea), deren silbergraue Palmkätzchen sich anfühlen, als
besäßen sie ein Fell. Die Purpurweide (Salix purpurea) mit ihren dunkelroten,
oft kahlen Zweigen besiedelt hauptsächlich Auenwälder und feuchte Wiesen. In den
Alpen fühlt sich die Reifweide (Salix daphnoides) wohl. Sehr häufig anzutreffen
ist auch die Salix alba, die Weißweide, die im Wachstum die Schnellste ihrer Art
ist und mit 25 Metern auch am höchsten wird.
BESONDERHEITEN Die Salweiden (Palmweiden)
bieten den Bienen die erste Nahrung des Jahres. Weiderindentee ist
fiebersenkend.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG Die Bedeutung der Weide für die Kelten lässt sich leicht aus ihrer
Zeit im Baumkreis ableiten. Vom 3. bis 12. September stehen Weiden in vollem
Saft. Es ist die ideale Zeit, sie zu schneiden, da sie dann am geschmeidigsten
sind. In der keltischen Symbolwelt standen sie daher für einen Lebenstypus, der
sich nur schwer in Normen pressen lässt. Er liebt die Natur - und die Natur
liebt ihn. Geschmeidig wie eine Weide zu sein heißt, sich nicht festzulegen,
auch Gegensätze leben und bis an Grenzen gehen zu
können.
DIE WEIDENBAUM-GEBORENEN (3. BIS 12. SEPTEMBER UND 1. BIS 10.
MÄRZ)
KURZCHARAKTERISTIK: Naturverbunden, einsichtig,
emotional, idealistisch, tatkräftig, präzise. IHR
MOTTO: Ich suche
die Wahrheit!
IHRE STÄRKEN Weidenbaum-Geborene sind
Menschenfreunde und haben einen introvertierten, sensiblen und sehr intuitiven
Charakter. Ihr Lebensprinzip ist die Toleranz. Das macht sie stark und lässt sie
ihre Lebensträume verwirklichen. Sie sind dabei aber keine Träumer.
Weiden-Menschen sind sehr empfänglich für die Signale des Unbewussten, die
hinter dem alltäglichen Rollenspiel auf die zu Grunde liegende Wahrheit
hinweisen. Sie sind das Baumzeichen mit dem größten Zugang zum Unterbewussten
und Mystischen. Sie sind emotionale Idealisten. Mag ihr Handeln
Vernunftsmenschen auch chaotisch und unerklärlich erscheinen, überflügeln sie
die meisten selbst ernannten Realisten im präzisen Denken und in der Zähigkeit
ihres Tuns.
IHRE SCHWÄCHEN Im Grunde ihres Wesens sind
Weidenbaum-Geborene dünnhäutig und verletzlich, was sie jedoch nicht
akzeptieren. Um sich abzuhärten, werden sie zu unermüdlichen, manchmal auch
gefährlichen Grenzgängern. Das Leid und Elend anderer berührt sie direkt; sie
sind ständig auf der Suche nach einer naturnahen, besseren Welt. Das kann aber
manchmal auch so weit gehen, dass sie vor der Realität flüchten. Oft erscheinen
sie ihren Mitmenschen auch pessimistisch, zynisch oder selbstzerstörerisch. Wird
eine Weide angegriffen, reagiert sie erst einmal mit geschmeidigen
Ausweichmanövern. Doch wer sie in die Enge treibt, wird plötzlich mit ihrer
geballten Aggressivität konfrontiert. Weide-Geborene tun sich schwer mit
Menschen, die die Freiheit anderer nicht freiwillig respektieren. Bei
Meinungsverschiedenheiten und in Konfliktsituationen besitzen sie einen
unglaublichen Dickkopf und großes
Durchsetzungsvermögen.
KÖRPERLICHE SCHWACHSTELLEN Abwehrsystem, Blutgefäße,
Bewegungsapparat, Rücken, Seele, Atemwege, Beine
HEILKRÄUTER DER
WEIDE Sauerampfer, Laichkraut, Bilsenkraut, Melisse, Küchenschelle,
Kresse, Ampfer, Bittersüß, Baldrian,
Johanniskraut
WEIDENBAUM-GEBORENE UND DIE
LIEBE Die Menschen dieses liebenswerten Baumzeichens sind sehr
gefühlvolle und tolerante Partner. Sie zeigen in einer Beziehung natürliche
Autorität, nie jedoch Machtansprüche; sie suchen nach emotionaler
Übereinstimmung, nach Gleichklang und Harmonie. Weidenbaum-Geborene brauchen in
jedem Fall Partner, die ihre Ideale unterstützen, ihnen Halt und Antrieb,
Geborgenheit und zwischenmenschliche Wärme geben.
DARAUF SOLLTEN WEIDE-GEBORENE
ACHTEN Auch wenn man es ihnen auf den ersten Blick nicht immer ansieht -
Weide-Geborene sind Menschen, die zuweilen fast zwanghaft bis an die eigenen
Grenzen gehen. Sie brauchen diese Herausforderung, um sich zu beweisen, aber
auch, um ihren Standort zu bestimmen. Sie sind, wenn es sein muss, sehr
genügsam, aber im Alltag entwickeln sie nicht selten auch einen Hang zum Luxus.
Sie sind Menschen, die oft nach befriedigenden Gefühlen suchen - und die kann
ihnen durchaus auch Formenschönheit, Schmuck, Kunst oder Dichtung vermitteln.
Wichtig für die Erhaltung ihrer Flexibilität ist körperliche Fitness. Aber fast
noch wichtiger ist eine direkte Beziehung zur Natur. Weiden-Geborene sind
regelrechte Naturmenschen und auf Dauer in einer Großstadt zu leben tut ihnen
nur in den seltensten Fällen gut. Der Baum braucht vor allem Wasser, der Mensch
Bewegung - in jeder Form. Sein Leben muss im Fluss bleiben, sonst kann er
seelisch wie körperlich stark darunter leiden. Überhaupt passt seine psychische
Dünnhäutigkeit nicht so recht zu seinem ansonsten robusten Charakter. Deshalb
sollte bei Weiden schon in jungen Jahren darauf geachtet werden, dass sie trüben
Stimmungen nicht nachhängen, sondern frühzeitig etwas dagegen unternehmen.
Aggressivität ist bei Menschen dieses Baumzeichens oftmals ein Problem. Wenn sie
nämlich durch Flexibilität und intelligente Argumentation nichts erreichen,
greifen sie schnell zu massiven Mitteln und drängen überraschte Mitmenschen
schon mal in die Enge. Und mit ihrer bösen Zunge schaffen sie sich mitunter arge
Feinde.
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Quelle: Das
Horoskop der Druiden, Carla Ludwig, ISBN
3-635-60335-X
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