( WALNUSS, JUGLANS REGIA
)
BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK
Das Blätterwerk des Nussbaums ist so dicht, dass er wie
eine geschlossene Einheit wirkt. Er ist ein ausgeprägter Schattenbaum, der unter
sich nichts gedeihen lässt. Er braucht viel Sonne, reagiert empfindlich auf
Kälte und wächst nie auf sandigem Boden.
ERSCHEINUNGSBILD
Breit und kugelig ist die Krone dieses sommergrünen
Gewächses. Der Stamm gabelt sich bereits in geringer Höhe in mehrere, starke
Äste, die sich mit vielen kleineren in sich gekrümmten und gewundenen Zweigen
schräg in die Höhe schwingen. Junge Bäume haben eine glatte und graue Rinde, mit
zunehmendem Alter wird sie jedoch rissig, gefurcht und nimmt eine hellgraue
Farbe an.
Der Nussbaum blüht schon im April und Mai. Dabei bildet er
bis zehn Zentimeter lange männliche Blüten, die Kätzchen aus, die gelblich grün
nach unten hängen. Die weiblichen Blüten haben gelbe Narben und stehen am Ende
der jungen Triebe. Die Frucht ist bis zu fünf Zentimeter lang, kugelig und grün
oder gelblich.
Die Blätter des Walnussbaums sind wechselständig, unpaarig
gefiedert und können 20 bis 40 Zentimeter lang werden. Diese Fiederblättchen
fühlen sich derb und ledrig an. Zerreibt man eines davon, so entwickelt sich ein
Geruch wie von Terpentin.
STANDORT
Der Walnussbaum ist sehr wählerisch: Er will tiefgründigen,
kalkreichen Boden, der gut mit Humus durchsetzt ist. Außerdem sollte die
Wasserversorgung regel- und gleichmäßig erfolgen.
VORKOMMEN
Der Balkan ist die eigentliche Heimat des Walnussbaums.
Doch das Verbreitungsgebiet ist fast deckungsgleich mit ganz Kleinasien. Durch
Reisende wurde er allerdings schon vor Jahrhunderten in andere Regionen gebracht
und dort angepflanzt. Inzwischen wächst der Nussbaum als Zier- und Nutzbaum
überall dort, wo mit einem wintermilden Klima gerechnet werden kann.
BESONDERHEITEN
Botanisch gesehen ist die Walnuss gar keine Nuss. Es
handelt sich vielmehr um den Kern einer Steinfrucht. Diese Kerne enthalten ein
Öl, das sehr wohlschmeckend und als Speiseöl vielfach verwendbar ist. Und es
gibt noch eine Merkwürdigkeit des Nussbaums: es ist das kranke, von Maserknollen
durchsetzte Holz, das in der Möbelindustrie die höchsten Preise erzielt. Die
Maserknollen sind Ausschwellungen des Stammes, die durch Pilze, Bakterien und
andere Krankheitserreger verursacht werden.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG
Die Kelten maßen dem Nussbaum eine überdurchschnittlich
lange Zeitspanne in ihrem Kalender zu. Er galt ihnen als Symbol für die
Blütezeit, die Zeit vor dem alljährlichen Kräftelassen und Absterben der Natur.
Der Nussbaum war ein Zeichen für die Suche nach dem Beständigen,
Unvergänglichen, nach dem Ewigen.
DIE
NUSSBAUM-GEBORENEN
( 21. BIS 30. APRIL
UND
24. OKTOBER BIS 2. NOVEMBER
)
KURZCHARAKTERISTIK: Familiär,
beständig, beharrlich, sicherheitsliebend, treu, genießerisch. IHR MOTTO: Ich will
Geborgenheit!
IHRE
STÄRKEN
Stabile Verhältnisse sind Nussbaum-Geborenen ein
Grundbedürfnis - und deshalb schaffen sie sich diese auch. Heim und Familie
bedeuten ihnen den entscheidenden Rückhalt, denn nur wenn sie sicheren Boden
unter den Füßen spüren, sind sie leistungsfähig und kreativ. Wenn sie vor einer
Entscheidung stehen, wählen sie immer das Dauerhafte. Und haben sie sich erst
einmal festgelegt, ist auch ihr Handeln von Ausdauer und unglaublicher
Beharrlichkeit geprägt. Lässt man ihnen ihren Willen, sind sie gleichzeitig
sanft und gutmütig.
Was Nussbaum-Menschen außerdem wichtig ist, ist materieller
Besitz, der vehement gegen Bedrohungen von außen verteidigt wird, denn er
befriedigt ihr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Darüber hinaus beweisen diese
Menschen viel Sinn für die schönen Seiten des Lebens, für Kultur und Genuss
sowie für Erotik.
IHRE
SCHWÄCHEN
Weil Nussbaum-Menschen unverrückbare Grundsätze haben, wird
ihnen oft Unflexibilität, mangelnde Entscheidungsfreude, Starrsinn und
gelegentlich Trägheit nachgesagt. Haben sie erst einmal eine Meinung gefasst,
geben sie sich tatsächlich äußerst eigensinnig und egoistisch. Neuerungen werden
zuallererst einmal als Bedrohung empfunden. Wer an den Fundamenten der
Nussbaum-Geborenen rüttelt und ihre heile Welt stört, der muss sich auf
aggressive Reaktionen, auf vehemente Selbstverteidigung gefasst machen. Wer ihre
Gefühle verletzt, bekommt ihre Wehrhaftigkeit zu spüren. Und wer sie
eifersüchtig macht, sollte auf alles gefasst sein.
NUSSBAUM-GEBORENE UND DIE
LIEBE
Sie sind sehr emotional, temperamentvoll, einfühlsam,
verständnisvoll und vor allem treu und bedingungslose Treue verlangen sie auch
von ihrem Partner. Es bedarf zudem unbedingt einer Grundübereinstimmung in
essenziellen Fragen, einer gewissen Seelenverwandtschaft, denn Nussbaum-Menschen
brauchen ein beständiges Miteinander und können Disharmonien in einer Beziehung
nur schwer ertragen. Sie sind verlässliche Partner, die alles für den oder die
Auserwählten) und die Familie tun. Und in einer Gemeinschaft, die Halt,
Geborgenheit und Sicherheit gibt, werden sie zum erotischen Feuerwerk und ihre
emotionale Kraft wird entfacht.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Nacken, Nase, Schultern, Mund, Hals, Speiseröhre
HEILKRÄUTER DES
NUSSBAUMS
Waldmeister, Wurmkraut, Wollkraut, Thymian, Schafgarbe,
Augentrost, Klette und Pfefferminze
DAS SOLLTEN NUSSBAUM-GEBORENE
BEACHTEN
Wie der Baum die Sonne, so braucht der Nussbaum-Mensch in
erster Linie emotionale Wärme und einen starken Halt in einer kleinen
Gemeinschaft, am besten in der Familie. Auf unsicherem Boden kann sich dieses
Baumzeichen nicht entfalten. Es braucht Geborgenheit und wenigstens den Glauben,
dass es das Ideal einer heilen Welt trotz aller irdischer Widrigkeiten doch noch
gibt.
Ganz wichtig ist, dass Harmonie, Geborgenheit und Vertrauen
im unmittelbaren Lebensumfeld dieses Menschen nicht geheuchelt, die angestrebte
heile Welt also nicht gespielt ist. Denn über kurz oder lang ginge dem
Nussbaum-Geborenen dann etwas ab - er spürt es intuitiv, wenn sein Fundament auf
Sand gebaut ist. Gerade wenn es eine Ehe eingehen will, sollte dieses
Baumzeichen deshalb wirklich ganz genau hinschauen. Denn hat es sich einmal
festgelegt, dann hält es an seiner Entscheidung fest. Eine Trennung kann - bei
dem unter optimalen Bedingungen psychisch eher robusten Typus - zu einem Drama,
zu tiefen seelischen Verletzungen führen. Ganz generell ist das subjektive
Empfinden von (großem) Leid bei diesem an sich fröhlichen Menschen ein sicheres
Zeichen dafür, dass ihm in irgendeiner Form der Boden unter den Füßen weggezogen
wurde. Denn geht es ihm gut, dann spürt man das auch durch und durch. Bei
Jugendlichen dieses Zeichens ist es wichtig, dass sie in einem guten Sinn
behütet aufwachsen und nicht schon in jungen Jahren ihrer Illusionen beraubt
werden. Die Grundlage einer jeden Form von Selbstverwirklichung muss hier
Beständigkeit besonders im Gefühlsbereich sein. Nur dann kann der junge Mensch
ein solides Selbstvertrauen entwickeln. Auch die materiellen Verhältnisse müssen
stimmen, will der Nussbaum-Mensch glücklich sein. Schulden lasten auf seinem
Gemüt wie Bleigewichte! Wie der Baum das wintermilde Klima, so braucht der
Nussbaum-Mensch zu seiner optimalen Entwicklung die Geborgenheit. Es ist
geradezu ein Frevel, ihn, ist er einmal heimisch geworden, zu
verpflanzen!
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Quelle: Das Horoskop der Druiden, Carla
Ludwig, ISBN
3-635-60335-X
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