( FICUS CARICA
)
BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK
Der Feigenbaum gehört von Natur aus in die
Mittelmeergegend. Nördlich der Alpen ist es dieser Pflanze nur in wärmeren
Regionen gelungen, den Winter mit Schnee und kalten Temperaturen mehr recht als
schlecht zu überstehen. Damit ist der Feigenbaum die einzige tropische Pflanze,
die es geschafft hat, ein gewisses Maß an Winterfestigkeit zu
entwickeln.
ERSCHEINUNGSBILD
Sommergrün und Laub werfend ist dieser Baum - manchmal auch
nur Strauch - der gerade mal um die acht Meter hoch wird. Dafür ist die Krone
des Feigenbaums sehr ausladend und unregelmäßig ausgebildet. Der Stamm ist meist
in sich verdreht und krumm, allerdings sieht man nicht viel von ihm. Denn schon
ganz knapp über dem Boden zweigen wuchtig die gebogenen Äste ab. Die Rinde
bleibt bis ans Lebensende dieses Baumes glatt und netzartig
gemustert.
Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Juli. Die Blüten
sehen dabei aus wie grüne Birnen, sind jedoch sehr klein und unscheinbar. Über
eine schmale Öffnung haben Insekten Zugang für die Bestäubung. Dabei kann sich
die Feige auch ohne Bestäubung entwickeln: Sie reift nach zwei Jahren zu einer
Scheinfrucht heran, die von grün über auberginefarben bis schwarzlila sein kann
und sehr wohlschmeckend ist.
Auch wenn Baum und Blüten eher klein bleiben, sind die
Blätter im Verhältnis sehr groß. Bis zu dreißig Zentimeter lang und breit werden
sie, als handförmig kann man sie mit ihren drei bis fünf Lappen bezeichnen. Sie
sind zudem fest und zäh wie Leder, das nass wurde und wieder getrocknet ist.
Oben sind die Blätter eher stumpf, dunkelgrün und rau, die untere Seite ist
deutlich heller und die Blattnerven treten weißlich hervor.
STANDORT /
VORKOMMEN
Die Heimat des Feigenbaumes ist Südwestasien,
möglicherweise auch Südspanien oder der Balkan. So genau kann das nicht mehr
festgestellt werden, da dieser Baum seit der Antike im gesamten Mittelmeerraum
angepflanzt wird. Deswegen gibt es auch wilde Feigen. In Breiten mit sehr milden
Wintern gedeiht der Feigenbaum auch fernab seines eigentlichen
Verbreitungsgebietes und so findet man das Gewächs häufig auch in Südengland und
auf den dänischen Ostsee-Inseln.
BESONDERHEITEN
Es ist richtig spannend, sich mit der Blütenbiologie und
Fruchtbildung des Feigenbaums zu beschäftigen, denn dieses Gehölz hat
verschiedene Formen hervorgebracht, die sich in ihrer Entwicklung stark
unterscheiden. So gibt es die Holzfeige, die nicht im Stande ist, genießbare
Früchte hervorzubringen. Allerdings bildet sie die Pollen aus, die für die
Bestäubung des Feigenbaums notwendig sind. Sie werden von einer so genannten
Gallwespe zu den weiblichen Blüten des Hausfeigenbaums gebracht. In
Feigenplantagen stehen daher auch immer ein paar Exemplare der Holzfeige. Gegen
Ende des 19. Jahrhunderts wurden Holzfeigen mitsamt Gallwespen sogar von
Algerien nach Kalifornien exportiert, um dort den Feigengenuss zu
sichern.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG
Die Kelten brachten die Samen dieses Baumes mit, weil sie
seine Fruchtbarkeit und seine süßen Früchte schätzten. Er ist somit ein Zeichen
für den Sinn für das Schöne und Süße, aber auch für Weltoffenheit. Der
Feigenbaum demonstrierte den Kelten, wie empfindlich Feinfühlige und Sensible
auf härtere Lebensumstände, Kälte und wenig Licht reagieren.
DIE FEIGENBAUM
GEBORENEN
( 14. BIS 23. JUNI UND 12. BIS 21.DEZEMBER
)
KURZCHARAKTERISTIK: Feinfühlig, liebevoll,
sinnlich, fantasievoll, künstlerisch, intuitiv. IHR MOTTO: Ich
fühle!
IHRE
STÄRKEN
Ihre ausgeprägte Fantasie eröffnet Feigenbaum-Geborenen
außergewöhnliche, kreative Schaffenskraft. Wegen ihrer großen Empfindsamkeit und
der charakteristischen Sensibilität sind sie wie kein anderes Baumzeichen in der
Lage, intuitiv Veränderungen vor allem im emotionalen Bereich bis ins kleinste
Detail wahrzunehmen. Sie spüren sich verändernde Stimmungen und sind die
geborenen "Frühwarner". Dabei sind sie stets bereit zu geben, was sie sich
selbst ersehnen: Wärme, Geborgenheit, kulturelle und sinnliche Genüsse. Sie
müssen sich mit dem eigenen Handeln identifizieren können, dann kommen auch ihre
großen künstlerischen Talente zum Tragen. Und: Feigenbaum-Geborene sind wahre
erotische Verführer.
IHRE
SCHWÄCHEN
Ihr zarter, verletzlicher Charakter bringt
Feigenbaum-Geborene oft in emotionale Schwierigkeiten. Durch ihren seelischen
Tiefgang sind sie zu Enthusiasmus, tiefer Liebe, aber auch zu großem Leid fähig.
Da ihre Stimmungsschwankungen groß sind, werden sie oft als labil bezeichnet,
doch häufig versuchen sie ihre Verletzlichkeit nach außen hin durch eine harte
Schale zu schützen und verhindern damit Partnerschaft.
FEIGENBAUM-GEBORENE UND DIE
LIEBE
Menschen dieses Baumzeichens brauchen einen Partner, der
mit ihnen durch dick und dünn geht, der ihre Wünsche und Sehnsüchte teilt, tiefe
Gefühle zeigt und auch leben kann, aber nicht so leicht verletzbar ist wie sie
selbst. Sind diese Bedingungen erfüllt, dann erweisen sich Feigenbaum-Geborene
als sexuelle Offenbarung. Beim Gleichklang der Seelen, bei Übereinstimmung im
Denken und Fühlen werden sie zu einem ideenreichen, intensiven Kraftwerk der
Liebe.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Magen, Brust, Haut, Nerven, Seele
HEILKRÄUTER DES
FEIGENBAUMS
Kümmel, Kresse, Baldrian, Melisse, Gnadenkraut,
Johanniskraut, Lattich
DARAUF SOLLTEN FEIGENBAUM-GEBORENE
ACHTEN
Wie der Feigenbaum kein hartes, kaltes Klima verträgt, so
kann der Mensch dieses Baumzeichens in einer gefühlskalten und feindlich
gesinnten Umwelt nicht überleben. Auch braucht er viel Licht und Sonne, damit
seine Lebensfunktionen ständig angeregt werden und er nicht schwermütig wird.
Schon bei jungen Menschen dieses Baumzeichens sollte man auf Anzeichen
depressiver Verstimmungen achten, denn dafür sind Feigenbäume besonders
anfällig. Und hat sich erst einmal ein negatives emotionales Verhaltensmuster
ausgebildet, kann dieser Mensch in einen Teufelskreis des Leidens geraten, aus
dem er allein meist nur schwer wieder herausfindet. Besonderes Augenmerk sollten
Feigenbaum-Menschen auf ein liebevolles, Schutz bietendes Zuhause legen, in das
sie sich bei Bedarf zurückziehen können. Genauso wichtig ist die Möglichkeit,
sich in ruhiger, schöner Natur zu erholen und zu entspannen.
Als Stärkung gegen seelische Verletzlichkeit sollten diese
Menschen regelmäßig Sport treiben und sich in ihrer Freizeit durch Kunst- und
Kulturgenüsse geistig fordern. Grüblerische und zweiflerische Haltungen, die
fast immer auf emotionale Defizite hindeuten, kommen so erst gar nicht auf.
Entscheidend für dieses Baumzeichen ist auch die Berufswahl. Was sie nicht
mögen, sind starre Hierarchien und stumpfsinnige, monotone Tätigkeiten. Darunter
können sie genauso leiden wie unter einem Vorgesetzten, der willkürlich Befehle
austeilt oder sie unter Druck setzt. Mit Vorschriften erreicht man bei
Feigenbaum-Persönlichkeiten gar nichts oder sogar offene Verweigerung oder
aggressive Reaktionen. Wer von ihren unbestreitbaren kreativen Fähigkeiten
profitieren will, muss ihnen Freiräume gewähren, die unkonventionelles Handeln
ermöglichen.
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Feigenbaum.
Quelle: Das Horoskop der Druiden, Carla
Ludwig, ISBN
3-635-60335-X
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