( BERGAHORN, ACER
PSEUDOPLATANUS
UND FELDAHORN, ACER
CAMPESTRE )
BOTANISCHE
CHARAKTERISTIK
Der Ahorn ist ein stattlicher Baum, der sich manchmal in
Höhen oder raues Klima vorwagt, dem er nur schwer gewachsen ist.
ERSHEINUNGSBILD
Der Bergahorn ist ein sommergrüner Baum, der bis zu 40
Meter groß werden kann. Sein kleiner Verwandter, der Feldahorn, erreicht dagegen
nur eine Höhe von zehn Metern. Beide haben eine hoch gewölbte Krone, die bei der
Feldvariante auch sehr ausladend sein kann und auf einem gekrümmten Stamm sitzt,
Der Bergahorn fällt durch einen kerzengeraden und schlanken Stamm auf. Die Äste
stehen sehr dicht beieinander, sind in sich verdreht, knorrig und sehr
unregelmäßig ausgebildet. Sie wachsen deutlich schräg nach oben. Die Blüten des
Ahorns bilden eher unauffällige gelblich-grüne Rispen; die Flügelfruchtpaare
stehen in einem rechten Winkel (Bergahorn) zueinander oder bilden waagerechte
Flügel (Feldahorn) und sind besonders bei Kindern beliebt - als Nasenklammern.
Doch das deutlichste Kennzeichen des Ahorns sind seine fünflappigen Blätter, die
an einem Stiel sitzen. Die vorderen drei Lappen sind dabei nahezu gleich groß,
die zwei unteren um einiges kleiner. Diese charakteristischen Blätter zeigen
sich im Sommer in einem matten Dunkelgrün, im Herbst werden sie beim Bergahorn
goldgelb, beim Feldahorn hingegen rot mit gelben Adern.
STANDORT
Der kleinere Feldahorn bevorzugt nährstoffreiche Lehm- oder
Mullböden in krautreichen Eichen-Hainbuchen-Wäldern und fühlt sich von der Ebene
bis in etwa 900 Meter Höhe wohl. Sein großer Verwandter, der Bergahorn, steht
vor allem in Buchenmischwäldern im Gebirge und wagt sich oft fast bis zur
Baumgrenze vor. In der Ebene ist der Ahorn nur selten zu finden.
VORKOMMEN
Überall in Europa wachsen diese beiden Ahornarten
zahlreich.
BESONDERHEITEN
Es gibt noch einige andere Ahornarten, von denen viele aus
Nordamerika stammen, so zum Beispiel der Zuckerahorn. Das besonders gleichmäßige
Erscheinungsbild seines Blattes stand Modell für das Blatt auf der kanadischen
Flagge. Außerdem wird in Nordamerika aus dem Saft des Ahorns auch Zucker
gewonnen und wie man weiß, darf der Ahornsirup bei keinem amerikanischen
Pancake-Frühstück fehlen. Das Holz des Ahorns ist weiß wie Schnee. Es bleibt
aber nur weiß, wenn es nach der Winterfällung sofort geschnitten und die Bretter
auf den Kopf gestellt werden.
DIE KELTISCHE
DEUTUNG
Auf sicheren Grund, auf Bequemlichkeit, auf die üblichen
Rahmenbedingungen legt dieser Baum wenig Wert. Er "umarmt" manchmal sogar
feindliche Lebensumstände. Für die Kelten war der meist zweistämmige Wuchs des
Ahorns zudem ein Symbol für den Kampf um Identität.
DIE
AHORN-GEBORENEN
( 11. BIS 20.
APRIL
UND 14. BIS 23. OKTOBER
)
KURZCHARAKTERISTIK: Unabhängig, kritisch, freiheitsliebend, idealistisch, sozial,
hilfsbereit. IHR MOTTO: Bilde dir eine eigene Meinung!
IHRE
STÄRKEN
Ahorn-Geborene wollen nicht mit dem Strom schwimmen,
sondern alles Alltägliche, Gewohnte hinter sich lassen. Sie haben ein starkes
Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit, danach, ihr eigenes Leben zu führen,
weswegen sie sich auch nicht in Konventionen pressen lassen. Traditionelle
Ordnungen sind Ahorn-Menschen ebenso ein Gräuel wie Zwänge und Vorurteile. Sie
suchen nach Reizen, nach einem Leben ohne Einschränkungen und wünschen sich
unvoreingenommenes Denken; sie wollen alles wissen und alles können. Dabei
denken sie jedoch nicht an Wissen in einem wissenschaftlichen Sinn, sondern an
intuitive Genialität. Sie haben eine Vorliebe für das Unkonventionelle, doch
ohne ihre angeborene Lebensbejahung wäre diese extrem herausfordernde
Geisteshaltung niemals lebbar.
IHRE
SCHWÄCHEN
Ahorn-Menschen brauchen viele Kontakte, doch ihr enormes
Freiheitsbedürfnis erschwert ihnen zwischenmenschliche Nähe und Partnerschaften.
In einigen Fällen kann ihr Unabhängigkeitsstreben zur Bindungsangst, ja sogar
zur Beziehungsunfähigkeit führen. Ihr Anderssein findet auch darin Ausdruck,
dass sie sich zwar anpassen, aber unter keinen Umständen ein- oder gar
unterordnen wollen - ein breites Feld für mögliche Konfliktsituationen. Hinzu
kommt ihre Unberechenbarkeit, und eine innere Unruhe lässt sie wirklich geniale
Ansätze selten zu Ende denken. Die damit einhergehende Ungeduld macht sie oft
reizbar und unnachsichtig. Weitere Schwächen ihres unsteten, extremen
Charakters: starke Nervosität und Exzentrik.
AHORN-GEBORENE UND DIE
LIEBE
Menschen dieses Zeichens sind ideenreich, besonders was
Erotik und Sexualität anbelangt, aber oft gehen sie auch zu sorglos mit Gefühlen
um. Im Grunde ihres Herzens legen sie sich nicht gern auf Dauer fest, denn da
fühlen sie sich wieder zu sehr eingeengt. Die Partnerschaft mit einem
Ahorn-Geborenen ist nicht einfach und wenn sie glücklich werden soll, braucht es
einen Partner, der sie auf keinen Fall einengt. Die Beziehung darf auch nie
eintönig oder eingefahren werden, sondern muss ständig neue Überraschungen
bereithalten. Nur dann ist eine dauerhafte Bindung überhaupt möglich.
KÖRPERLICHE
SCHWACHSTELLEN
Knochen, Muskeln, Sehnen, Atemwege, Stirnhöhlen, Augen,
Drüsen, Seele
HEILKRÄUTER DES
AHORNS
Schlehdorn, Zitronenmelisse, Rosmarin, Wermut,
Fenchel
DARAUF SOLLTEN AHORN-GEBORENE
ACHTEN
Das Entscheidende für Ahorn-Geborene ist möglichst viel
Freiraum zur individuellen Entfaltung. Sie brauchen die (geistige)
Auseinandersetzung mit anderen Lebensphilosophien und Kulturen und gedeihen am
besten in einer toleranten, großzügigen Umgebung, in der man alles denken und
vieles ausprobieren darf. Beschränkungen, Konventionen, vorgegebene
Rahmenbedingungen, die sie einfach übernehmen sollen, sind Gift für sie.
Freiheit ist für Ahorn-Menschen nicht nur ein Wort - sie muss fühlbar sein. In
Berufen, die starres Schubladendenken verlangen, verkümmern nicht nur ihre
Fähigkeiten, sondern auch sie selbst. Das Schlimme ist, dass gerade
Ahorn-Geborene gerne ein soziales "HelferSyndrom" entwickeln und sich dann in
Lebensumstände verstricken, denen sie seelisch kaum gewachsen sind- aber sie
wollen das auf keinen Fall wahrhaben. Es scheint fast, als ob sie besonders
leidvolle Erfahrungen und schmerzliche Herausforderungen geradezu suchen, obwohl
sie wissen müssten, dass das nicht der Sinn ihres Lebens sein kann. Denn sie
sind zwar sozial veranlagt, aber in keinem Fall zum Märtyrer geboren. Die
Auseinandersetzung mit fremden Lebensweisen und die Suche nach
Selbstverwirklichung sollten daher am besten auf einer abstrakten Ebene vor sich
gehen. Denn nicht Beschränktheit ist es, die sie suchen, sondern wahre Größe.
Der geeignetste Lebensstil für sie ist ein großzügiger. Die Selbstbeschränkung
lehrt sie das Leben (leider) von allein. Besonders junge Menschen dieses
Baumzeichens muss man ihre eigenen Erfahrungen sammeln und ihren Idealismus
ausleben lassen, dann entwickeln sie eine charismatische Persönlichkeit. Je mehr
Möglichkeiten sie bekommen, auf geistige Herausforderungen einzugehen, desto
mehr Lebensweisheit, Kreativität und positives Denken werden sie entwickeln.
Ahorn-Menschen sind die geborenen Individualisten und Optimisten.
Launenhaftigkeit, negatives Denken, Unzufriedenheit sind bei ihnen ein
untrügliches Zeichen dafür, dass sie in ihrem Drang nach Unabhängigkeit und
Selbstverwirklichung gehemmt werden. Sie müssen dann schnell wieder zu ihrer
ureigenen Natur zurückkehren, sonst können sie auf Dauer verbittert werden.
Zudem dürfen sie niemals das Gefühl haben, von anderen geführt oder zu
irgendetwas gedrängt zu werden.
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Ahorn.
Quelle: Das
Horoskop der Druiden, Carla Ludwig, ISBN 3-635-60335-X
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